Verbraucherzentrale: Wann Sie sich melden sollten
Die Verbraucherzentrale kann helfen – aber nicht immer ist sie die beste Anlaufstelle. Erfahren Sie, wann sich eine Beratung lohnt.
Was macht die Verbraucherzentrale?
Die Verbraucherzentralen sind unabhängige Beratungsstellen in jedem Bundesland. Sie beraten Verbraucher bei Problemen mit Unternehmen, prüfen Verträge und können bei Streitigkeiten vermitteln.
Wann ist die Verbraucherzentrale sinnvoll?
- Bei komplexen rechtlichen Fragen
- Wenn der Händler mehrfach nicht reagiert
- Bei Verdacht auf Betrug oder unlautere Geschäftspraktiken
- Bei Problemen mit Verträgen (Handyvertrag, Fitnessstudio, etc.)
- Wenn Sie unsicher sind, ob Sie rechtlich richtig handeln
Kosten der Verbraucherberatung
Die Beratung ist nicht kostenlos. Je nach Bundesland und Beratungsart zahlen Sie zwischen 10€ und 50€ pro Beratung. Telefonische Kurzberatungen sind oft günstiger.
Typische Beratungskosten
- Telefonische Beratung: ca. 2€/Minute
- E-Mail-Beratung: ca. 10-15€
- Persönliche Beratung: ca. 30-50€
- Rechtsberatung: ca. 45-70€
Alternativen zur Verbraucherzentrale
1. Erst selbst reklamieren
Viele Probleme lassen sich mit einem professionellen Beschwerdebrief lösen. Ein sachlicher Brief mit BGB-Bezug wird von Unternehmen ernst genommen.
2. Online-Schlichtungsstellen
Die EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) bietet kostenlose Schlichtung bei Streitigkeiten aus Online-Käufen.
3. Branchenspezifische Schlichtungsstellen
Für Energie, Telekommunikation, Versicherungen und Banken gibt es eigene Schlichtungsstellen, die oft kostenlos sind.